The minimalist lifestyle: So arbeitest Du effektiv und lebst Dein Leben „to...

The minimalist lifestyle: So arbeitest Du effektiv und lebst Dein Leben „to the fullest“

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minimalismus

Benjamin Paul - Portrait swThe minimalist lifestyle – Alles was ich momentan besitze passt in einen Reisekoffer und einen Travel-Rucksack. Ich bin nun schon seit etwas mehr als drei Monaten in Berlin und werde Ende August schon zum dritten Mal umziehen. Ich habe Spaß daran gefunden ca. alle zwei Monate in eine andere WG zur Zwischenmiete zu ziehen, andere Menschen um mich herum zu haben, einen anderen Stadtteil Berlins kennenzulernen.

Ich fühle mich sehr wohl damit, nur sehr wenig zu besitzen. Es gibt mir ein Gefühl von Freiheit. So weiß ich, dass ich jederzeit ohne größere Probleme spontan auf Reisen gehen könnte. Ich habe gemerkt, dass mich der Besitz von zu vielen Dingen nur aufhält, stresst und Zeit kostet. Früher hatte ich zum Beispiel recht viele Kleidungsstücke. Oftmals habe ich echt lange gebraucht, um zu entscheiden, was ich denn nun anziehen soll. Nun besitze ich drei Hosen, zwei Hemden und ca. acht T-Shirts, die ich mehr oder weniger alle miteinander kombinieren kann. Ich muss also morgens kaum einen Gedanken mehr daran verschwenden, was genau ich anziehe und kann mich direkt auf die wichtigen Aufgaben des Tages konzentrieren, so zum Beispiel meine Morgenroutine (wenn Dich die Morgenroutine interessiert, schau doch mal in den letzten Teil meiner Kolumne). Berühmte Persönlichkeiten wie Bill Gates oder Barack Obama haben das schon länger für sich entdeckt: Sie besitzen einfach mehrere Exemplare der gleichen Hose und des gleichen Hemdes, womit sie Entscheidungen diesbezüglich quasi ganz aus dem Weg gehen.

In diesem Artikel möchte ich darüber schreiben, wie Du durch die Einhaltung bestimmter Prinzipien viel effektiver arbeiten und Dein Leben insgesamt mehr genießen kannst.

Ich versuche in verschiedenen Bereichen meines Lebens möglichst minimalistisch zu leben. Ich versuche also bewusst auf Dinge zu verzichten, um den wirklich wichtigen Dingen mehr Zeit widmen zu können.

the minimalist lifestyle – Was bringt es Dir minimalistisch zu leben? 

Minimalistisch leben bedeutet für mich vor allem bewussten Verzicht. Damit einher geht der positive Effekt, dass ich ganz klar priorisiere und mich frage: Was ist mir eigentlich wichtig? In welche Aktivitäten möchte ich den Großteil meiner Zeit investieren? Wenn Du Dir diese Frage beantwortest, wird Dir möglicherweise auffallen, dass Du nur einen Bruchteil Deiner Zeit mit Dingen und Aktivitäten verbringst, die Dich wirklich erfüllen oder weiterbringen. Höchstwahrscheinlich tust und besitzt Du noch recht viele Dinge, die Dich eigentlich nur aufhalten. Hier eine kurze Inspiration, was es Dir bringen kann minimalistisch zu leben:

  • Du lebst bewusster – dadurch, dass Du Dich hinterfragst
  • Du nutzt Deine Zeit effektiver – dadurch, dass Du unnötige Zeitfresser eliminierst
  • Du lebst gesünder und weniger gestresst – durch die Konzentration auf das Wesentliche
  • Du lebst selbstbestimmter – durch Reflexion

Quote: „Minimalismus bedeutet, seine Zeit sinnvoll und bewusst zu nutzen – indem man seine Leidenschaften auslebt und nach seinen Träumen strebt.“ (thanks to Mr.Minimalist)

Minimalismus im Kopf

Fange damit an, Deinen Kopf zu ordnen bzw. auszumisten. Vielleicht geht es Dir auch manchmal wie mir, dass Du vor lauter Gedanken und möglichen Verpflichtungen, die Dir im Kopf herumschwirren zu gar nichts kommst. Versuche Deine Gedanken zu ordnen. Setze Dich in Ruhe hin, nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe alles auf, was Dir durch den Kopf geht. Das können Ideen, Ziele oder auch einfach nur zu erledigende Aufgaben für den Tag sein. Nachdem Du all diese Dinge aufgeschrieben hast, wirst Du Dich schon viel besser fühlen.

Nun kannst Du die Dinge priorisieren, einige ganz von der Liste streichen und Dir dann die wichtigsten Dinge vornehmen.

Einen aufgeräumten Kopf zu haben ist ungemein wertvoll. So kannst Du Dich auf das Wesentliche und das was Dich wirklich weiterbringt konzentrieren. Investiere die Zeit und schreibe die Dinge wirklich auf. Mir hilft es beispielsweise mit Tages-, Wochen- und Monatszielen zu arbeiten. So bekomme ich immer wieder meinen Fokus. Außerdem kann es helfen, Dir für Dinge an denen Du wirklich kontinuierlich arbeiten willst, feste Routinen zu bauen. Ich kann Dir sagen, dass feste Routinen über einen längeren Zeitraum wirklich Wunder wirken können. Wenn Du Dir dazu Inspiration holen möchtest: Vor kurzem habe ich in einem anderen Beitrag darüber geschrieben.

Minimalismus bei der Arbeit und am Arbeitsplatz 

Lässt Du Dich auch wie ich sehr schnell ablenken und tust Dich schwer, Dinge wirklich „zu Ende zu bringen“? Mir geht es oft so, dass ich eine Sache anfange und ich sie dann aber nicht fertig gestellt bekomme, weil mir irgendetwas dazwischen kommt oder ich mich ablenken lasse. Dann ärgere ich mich und muss mich beim nächsten Mal erst wieder einarbeiten – was eine Menge Zeit kostet. Noch dazu fühle ich mich unproduktiv. Und wie Du bestimmt weißt, braucht der Mensch bis zu 20 Minuten um sich nach einer Unterbrechung wieder in ein Thema einzufinden.

Bei mir läuft das meistens so: Facebook habe ich mittlerweile recht gut im Griff. Schreibe ich eine Nachricht auf facebook, schließe ich direkt danach wieder alle Tabs, sodass ich in keinem Fall den „pling“ mitbekomme, wenn mir jemand eine Nachricht schreibt. Mir passiert es häufig, dass mir mitten in der konzentrierten Arbeit plötzlich eine gute Idee kommt. Oder ich stolpere  bei der Recherche für einen neuen Blogartikel über ein spannendes Thema. Dann versuche ich diese Sache auch direkt umzusetzen – was oft länger als fünf Minuten braucht und mich aus meiner Konzentration und meinem „flow“ rausbringt. Seit neustem habe ich einfach Stift und Papier neben mir liegen und schreibe mir die Dinge schnell auf. Dann brauche ich keine Angst haben, dass ich sie vergesse und kann erst einmal konzentriert weiterarbeiten.

Hier noch einige konkrete Tipps für Deinen Arbeits- oder Studienalltag:

  • Versuche nur möglichst wenige Tabs offen zu haben
  • Stelle „Töne“ von Benachrichtigungen aus (E-Mail-Programm, facebook etc.)
  • Stelle Dein Handy auf stumm und lege es außer Sichtweite
  • Checke nie morgens als erstes Deine E-Mails – Lege Dir eine Zeit fest, wann Du Deine E-Mails checkst (bei mir z.B. meist gegen 13.00 Uhr). So kannst Du in Deiner produktivsten Zeit am Morgen effektiv und aktiv an Deinen Sachen arbeiten.
  • Kommuniziere effektiv: Mache lieber einen Anruf als 5 E-Mails zu schreiben – das geht schneller und baut eine persönliche Beziehung auf.
  • Versuche jeden Tag Deine wichtigste Aufgabe des Tages bis zu einer bestimmten Uhrzeit zu erledigen (z.B. 12 Uhr).

Neben diesen Dingen versuche ich an meinem Arbeitsplatz immer möglichst wenige Dinge zu haben. Meist ist das mein Laptop, mein Notizblock und eine Flasche Wasser. Mein Handy lege ich meist bewusst weit weg und stelle es auf stumm – wenn ich nicht gerade einen wichtigen Anruf erwarte.

Minimalismus zu Hause

Richte Dir Dein zu Hause so ein, wie es gemütlich für Dich ist. Habe keine Angst davor, Dinge, die Du schon ewig nicht mehr benutzt hast, wegzuwerfen oder zu verschenken.

Eine gute Sache, um alte Rechnungen und Ordner loszuwerden ist die Digitalisierung Deiner Papier-Dokumente.

Minimalismus im sozialen Leben

Freundschaften sind toll. Enge Freundschaften und Freunde, die für einen da sind und einen verstehen, sind so ziemlich das Beste was Dir passieren kann. Pflege diese Freundschaften.

Daneben haben wir Freunde, mit denen wir dann und wann Kontakt haben. Manche von ihnen tun uns sehr gut, andere vielleicht weniger. Manche könnten wir wirklich mehr pflegen.

Es gibt aber auch den unschönen Fall, dass Deine Freunde Dich nicht mehr verstehen – oder Dich sogar hemmen in dem was Du machst. Dies kann immer dann passieren, wenn Du etwas Neues ausprobieren möchtest, Dich weiterentwickeln willst und Deine Freunde auf einmal nicht mehr „on the same page“ sind wie Du. Wenn Du Dich dafür interessierst: Ein Freund von mir und Coach hat sich darüber in einem lesenswerten Artikel Gedanken gemacht.

Mein Fazit: „Verzicht macht glücklich und frei!“

  1. Verzicht auf materielle Güter
  2. Verzicht auf digitale Medien (einfach mal ein Buch lesen)
  3. Verzicht darauf  „es allen recht machen“

Lebst Du auch schon minimalistisch? Wenn ja, was machst Du und wie kam es dazu? Ich freue mich auf Deinen Kommentar! 

Live your own minimalist lifestyle! 

Dein Ben | @the_benpaul

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Aus der Reihe Ben´s Startup Kolumne:

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Wenn Dich das Thema Minimalismus interessierst, hier zwei Links zu Minimalismus-Seiten im Web:

Minimalismus leben

Mr. Minimalist

 Beitragsbild: nattu

16 KOMMENTARE

  1. Guter Beitrag Ben, bringt mich mal wieder zum Nachdenken, auf was ich in meinen Leben gerne verzichten möchte um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

    Danke

  2. Es regt wirklich dazu an, darüber nachzudenken, ob man den Fernseher der einem grad gegenüber steht wirklich braucht, oder ob man das Handy wirklich in seiner Hosentasche haben muss, wenn man eh den ganzen Tag daheim verbringen will.
    Ich danke Dir für diesen Artikel, der einem die Augen öffnet, auch wenn er so kurz und doch eindringlich ist.
    Die Tipps sind klasse und ich habe sie direkt an meinen Vater (Konzern-Chef von über 40.000 Mitarbeitern) weitergeleitet. Er ist schon lange, genau wie ich, auf der Suche nach Minimalismus, ohne ein Minimaler- Mensch zu sein.

    Weiter so!

    Glückauf

    • Hey Marius!

      Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar! Das freut mich sehr, dass der Artikel Dich inspiriert hat! Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Lesen unseres Blogs!

  3. Hey Ben,

    Ich finde deine Artikel hier echt cool und auch sehr gut geschrieben! Mit fast allem, was du schreibst stimme ich über ein. Allerdings finde ich auch, dass man manchmal etwas „uneffektives“ machen sollte, wie fernsehn oder irgendeinen random Blog lesen. Durch solche Ablenkungen, kamen mir oftmals Ideen und EInflüsse die ich nicht bestimmt habe, da ich mich einfach dem hingegeben hab. Wenn man diese dann verbindet, mit seinen Zielen können ganz neue Wege entstehen.

    Vielleicht sollte man auch einen Zeitraum für Ablenkung, in seine Tagesplanung integrieren?

    Lg
    Kevin

    • Hey Kevin,

      Du hast völlig recht mit dem was Du sagst. Klar sollte man das mit der Effizienz bzw. Produktivität nicht zu weit treiben. Ablenkung und Ruhe-Phasen gehören einfach dazu und sind gesund. Und wie Du sagst, die besten Ideen oder Einfälle kommen auch mir, wenn ich Yoga oder Sport mache, Musik spiele oder einfach in der Natur spazieren gehe. Ich versuche daher immer mindestens eine Einheit „Sport“ in meinen Tagesablauf zu integrieren.

  4. Hey Ben,

    mein Partner und ich befinden uns auch auf einem ähnlichen Weg. Unser Ziel ist es zwar nicht so minimalistisch zu leben wie Du, sondern eher das gesamte Leben zu entkomplizieren. Weniger ist mehr – daher haben wir es einfach als „Downgrade“ bezeichnet.

    Wir machen das seit 3 Jahren in allen Lebensbereichen und es fühlt sich richtig gut an. Downgrade Deluxe halt 😉

    Spread the word! … und viele Grüße,
    Emi

  5. Hallo Ben!

    Habe deine Blogs gefunden (Gott sei dank!!) und bin wirklich sehr inspiriert von deinen Artikeln.
    Das mit dem minimalistisch leben finde ich eine wunderbare Vorstellung, ich weiß auch genau,dass es mir sehr helfen würde( vor allem meinem vollen Kopf)

    Lebe in einer kleinen Wohnung und habe Unmengen an Sachen.
    Am meisten Bücher, Ratgeber und sowas, eigentlich alles ziemlicher Quatsch…

    Aber WIESO kann man sich nicht von dem Quatsch trennen? Und was kann man gegen dieses Gefühl tun, dass man sich nicht trennen darf? ( weil man es ja vielleicht noch gebrauchen könnte ) Weißt du da eine Antwort? 😉
    Das würde mich mal interessieren…

    Liebe Grüße und ich freue mich darauf ganz viel von dir zu lesen!
    K.

    • Hey Kathleen,

      danke für deinen Kommentar!

      Eine Möglichkeit Sachen auszusortieren ist dich zu fragen, wann du eine bestimmte Sache wirklich das letzte Mal genutzt hast. Wenn das schon mehrere Monate her ist und sich auch nicht abzeichnet, dass du sie brauchen wirst in nächster Zeit – dann weg damit!

      Liebe Grüße,

      Ben

  6. Grüß dich Ben,
    bin sehr beeindruckt von deinem Artikel und ja na klar, du hast absolut Recht. Ich bin 1952 geboren, also eine Generation die in den 70.gern gerafft hat, was ging.
    Um so feiner, jetzt im älter werden sich von all dem Quatsch zu trenne und sich auf das WESENTLICHE im Leben zu konzentrieren.
    Erstaunliche Generation, die da heran wächst.
    Ich habe höchten Respeckt.
    Übrigens eine schicke schreibe…………..
    Herzlich Sarah

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