Wie Du mit Facebook kostenlos Marketing machen kannst

Wie Du mit Facebook kostenlos Marketing machen kannst

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facebook marketing

Facebook als kostenloses Marketing Tool

Facebook ist ein wertvolles Tool, um kostenlos oder sehr günstig Ideen zu testen und auch um diese langfristig zu vermarkten.

Über Facebook kannst Du schnell und zielgerichtet Feedback bekommen –

entweder zum generellen Interesse Deiner Zielgruppe an Deiner Idee oder auch zu einem ganz konkreten Angebot.

Im Folgenden findest Du Beispiele und Learnings, die wir und Freunde beim Nutzen von Facebook als No-Budget Marketing-Tool hatten. Kostenpflichtige Arten des Marketings auf Facebook, wie etwa gesponsorte Anzeigen im Newsfeed, werden wir in einem separaten Artikel  behandeln.

Was Du tun kannst

  • Im einfachsten Fall kannst Du einfach einen Post an Deine Facebook Freunde absetzen mit Bitte um Feedback oder um einen Like.
  • Wenn Du eine separate Seite einrichten möchtest, ist es grundsätzlich wichtig zu unterscheiden, ob Du Gruppen oder Seiten nutzen möchtest. Du kannst bestehende Gruppen oder Seiten nutzen oder aber eigene aufbauen. Im Folgenden möchte ich Dir zunächst eine Klassifizierung der Gruppen und Seiten an die Hand geben:

1. Gruppen

In Gruppen können tendenziell alle Mitglieder aktiv werden. Es gibt moderierte Gruppen, in denen der Administrator alle Posts freigeben möchte. Dies dient meist in großen Gruppen als Schutz vor Spam und Werbung.

In einem Großteil der Gruppen ist aber für die Mitglieder ein Post möglich, es handelt sich also um nicht moderierte Gruppen.

Meist musst Du Dich bewerben, um in einer Gruppe Mitglied zu sein – das heißt aber meist nur, dass Du die Mitgliedschaft über einen Button beantragst und dann in einer kurzen Nachricht an den Admin begründest, warum Du dabei sein willst. Teils funktioniert die Freischaltung aber auch so. Teilweise wirst Du auch einfach Mitglied. Außerdem ist zu beachten, dass es öffentliche und geheime Gruppen gibt.

Zusammengefasst:

  • Es gibt offene und geschlossene Gruppen
  • Es gibt moderierte und nicht moderierte Gruppen
  • Es gibt öffentliche und geheime Gruppen
  • Vorteil: direkter Draht zu anderen Mitgliedern
  • Nachteil: Teilweise kann es etwas dauern bis Posts freigegeben sind oder du in einer Gruppe aufgenommen wurdest.

Wie Du eine bestehende Gruppe nutzen kannst

In Gruppen bekommst Du schnell ehrliches und offenes Feedback von Gleichgesinnten. Ein Post sollte nie nach Werbung klingen, sondern einen Benefit für die Community haben. Schau Dir auch vorher die letzten Posts in der Gruppe an, um ein Gefühl für den Ton zu bekommen.

Mit Sunny Office habe ich Anfangs nur über Facebook Gruppen Feedback eingeholt und erste Teilnehmer gewonnen. Dazu habe ich mir eine Liste mit relevanten Begriffen erstellt und danach in der Facebook-Suche recherchiert. Bei den resultierenden Gruppen wurde ich Mitglied und konnte schnell Feedback einholen und Teilnehmer finden.

Wie Du eine neue Gruppe aufbauen kannst

Du kannst zu einem Thema, das Du besetzen möchtest, eine eigene Gruppe gründen. Du kannst die Zielgruppe zum Beispiel direkt ansprechen, indem Du die Gruppe nach der Zielgruppe benennst. Das schafft sofortige Identifikation wie zum Beispiel „Digitale Nomaden“. Damit kannst Du sehr spezifisch eine Gruppe selektieren.

2. Seiten

Facebook-Seiten sind grundsätzlich für alle, die nicht Privatpersonen sind, gedacht.

Wenn Du ein Thema besetzen möchtest, kann es sinnvoll sein eine Gruppe und eine Seite anzulegen. Eine Gruppe sollte in der Regel einen eher redaktionellen Anspruch haben, wogegen eine Seite auch als reine Fanpage dienen kann. Seiten gibt es für die Kategorien Lokales Unternehmen/Ort; Unternehmen, Organisation oder Institution; Market oder Produkt; Künstler, Band oder öffentliche Person; Unterhaltung; Guter Zweck oder Gemeinschaft.

Zusammengefasst:

  • Im Gegensatz zur Gruppe veröffentlicht bei Seiten nur der Admin Inhalte. Das bedeutet, dass Du genau steuern kannst, was passiert.
  • Falls Du zu einer bestehenden Seite gepostet werden möchtest, geht kein Weg am Admin vorbei.

Wie Du eine bestehende Seite nutzen kannst

Wenn Du gerne auf einer bestehenden Seite Inhalte veröffentlichen möchtest, dann geht der Weg über den Administrator.

Da der Seiteninhaber über die Inhalte entscheidet, musst Du eine Seite als Partner betrachten. Im ersten Schritt gilt es herauszufinden, wer die Seite betreibt. Bei Seiten von Unternehmen oder offiziellen Organisationen muss ein Impressum und damit ein Kontakt vorhanden sein.

Sonst kannst Du auch einfach direkt über die Nachrichtenfunktion den Betreiber der Seite anschreiben. Es gibt Seiten, die tendenziell nichts außer eigenen Inhalten posten. Andere hingegen veröffentlichen gerne Inhalte anderer. Ein Beispiel hier für ist  Webworktravel, das eigene Tipps weitergibt und hilfreiche Tipps zum Reisen und ortsunabhängigne Arbeiten weiterleitet.

Kontaktaufnahme

Wenn Du den Seitenbetreiber anschreibst, formulierst Du Deine Botschaft und so kurz wie möglich den Mehrwert, den Du für dessen Community hast. Daneben kannst Du Dir auch überlegen, was Du noch im Gegenzug bietest.

Ebenfalls einen Post anbieten, eine Beteiligung, falls es um ein Produkt geht etc. Sei kreativ und präzise in der Ansprache.

Mache im Optimalfall auch einen unverbindlichen und kurzen Posting-Vorschlag mit den relevanten Links. Seitenbetreiber lassen sich ungern den genauen Wortlaut vorschreiben, aber wenn Du es als Vorschlag, der gern umgeändert werden kann, formulierst, machst Du nichts falsch.

Ein Beispiel

Vor unserem letzten Event, den Startup Games wollten wir gerne über die Facebook Berlin Seite angekündigt werden, da diese mehr als 1,6 Millionen likes hat.

Wir fanden also über einen Anruf bei einer der im Impressum genannten Kontaktdaten heraus, wer der richtige Ansprechpartner ist und stellten kurz, warum es sinnvoll ist, das Event aufzunehmen.

Dort fokussierten wir uns darauf, dass das Event in Berlin ist und die Startup Szene unterstützt und knüpften auch mit Kommunikationsmaßnahmen aus der Vergangenheit an, die Startups unterstützten. Bei redaktionell geführten Seiten kann es ein paar Tage dauern, aber meist ist die Bereitschaft recht hoch. Wir erhielten auch einen Post, konnten sogar den Zeitpunkt mitbestimmen.

Wie Du eine neue Seite aufbauen kannst

Eine Seite aufzubauen ist simpel: Du wählst die richtige Kategorie aus und solltest dann darauf achten, dass Deine Beschreibung knackig ist. Falls Du eine Firma nach außen vertrittst, achte bitte darauf, dass im besten Fall der Link zu Deinem Impressum schon in der Kurzbeschreibung vorhanden ist (aus rechtlichen Gründen).

Ein Beispiel

Ein Beispiel für eine Seite einer Gemeinschaft, die schnell viral wurde möchte ich gerne im Folgenden geben:

Du kannst eine emotionale Aussage als Seitennamen und als Botschaft wählen und damit die Menschen erreichen, die dahinter stehen.

Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt eines Freundes, der das Thema Liebesschlösser besetzt: Er hat eine Gruppe mit dem Titel „Lasst die Liebesschlösser hängen“ gegründet und dazu alle seine Facebook-Freunde eingeladen, der Gruppe beizutreten. Nach nicht einmal drei Wochen hatte die Gruppe über 3.300 Facebook-Likes und eine aktive Community mit über 1.100 Personen, die darüber sprechen.

Er hat mit einem emotionalen Gruppennamen und einer klaren Botschaft  „Klickt „gefällt mir“, wenn ihr auch der Meinung seid, dass die Städte die Liebesschlösser nicht einfach entfernen sollten!“ einen viralen Effekt erzielt.

Fazit

Bereits mit den kostenlosen Maßnahmen kann Facebook als extrem schnelles und zielgerichtetes Tool für erstes Feedback, Interessenten  und Kunden eingesetzt werden.

Bild: mkhmarketing

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Katja ist Unternehmerin und digitaler Nomade. Sie ist Co-Founder und Geschäftsführerin des Idea Camps und Gründerin von Sunny Office. Mit Sunny Office organisiert sie Coworking Events in Südeuropa für Freiberufler und Unternehmer, sowie produktive Team Events für Firmen. Idea Camp hat schon weit über 500 Startups und Gründer bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Geschäftsideen begleitet. Begonnen hat für Katja alles mit einem BWL-Studium und in der Beratung eines Konzerns. Nach 5 Jahren im großen Unternehmen entschied sie sich zu kündigen und sich komplett selbständig zu machen, um ortsunabhängig an Projekten, die mit ihren persönlichen Zielen im Einklang stehen, arbeiten zu können. Ihr Ziel ist es mit Idea Camp vielen Tausend Menschen dabei zu helfen sich erfolgreich selbständig zu machen und mit Sunny Office eine flexible, kreative und auf Sinn basierende Arbeitskultur zu fördern. Sie liebt das Meer, Sprachen, Reisen, Sport und läuft seit ein paar Jahren regelmäßig halbe oder ganze Marathons.

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