Leaps – so bringst du dich in´s nächste Level (persönlich wie beruflich)

Leaps – so bringst du dich in´s nächste Level (persönlich wie beruflich)

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leap

Leaps – Wachstumssprünge am Rande der Komfortzone.

In meinem Leben hatte ich verschiedene intensive Wachstumsphasen – Leaps – , an die ich mich bewusst erinnere. Die erste Phase war mein erstes Mal im Ausland, als ich für ein Jahr ein Austauschprogramm mitmachte. Das zweite Mal war ein Jahr in Honduras, in dem ich meinen Zivildienst in einem Projekt mit Kindern machte. Das dritte Mal war der Start in die Selbständigkeit und der vierte war die Fahrradtour von Berlin nach Indien.

Jedes Mal war mein „Leap“ mit irgendeiner Form von intensiver Komfortzonenerweiterung verbunden. Oft hatte diese Komfortzonenerweiterung etwas mit Reisen und dem Sprung in ein völlig neues soziales Umfeld zu tun.

Leaps durch Reisen zu erfahren ist toll. Vielleicht hast Du da ähnliche Erfahrungen gemacht.

Aber was, wenn Du länger an einem Ort bleibst? Wie kann man sicherstellen, dass man regelmäßig Leaps hat? Persönlich, für das Business, in sozialen Beziehungen?

Leaps sind wahre Wachstumsschübe. Nach jedem Wachstumsschub braucht es auch wieder eine Konsolidierung, eine Stabilisierung des Gelernten. Die Frage, die ich mir stelle ist, wie ich dann den nächsten Wachstumsschub bekomme. Muss ich dafür jedes Mal verreisen oder ein neues Projekt starten?

Was ist das nächste Level?

Für jeden Wachstumsschub reisen zu müssen oder ein neues Projekt zu starten, wäre denkbar unpraktisch.

Aber es gibt auch eine weitere Möglichkeit sich einen Wachstumsschub zu holen: Reflektion.

Wenn ich mir bewusst Zeit nehme, um darüber nachzudenken, wo ich mein Verhalten verändern muss und was ich lernen sollte, um einen Leap – einen Sprung nach vorne zu machen, dann kann ich mich gezielt auf den Weg zum nächsten Leap begeben.

Der erste Schritt ist also eine kritische Selbstbetrachtung und eine Zielsetzung:

  • Wenn Du einen Wachstumssprung machen könntest, wo würdest Du gerne landen?
  • Was wäre das nächste Level?
  • Woran müsstest Du arbeiten?

Beantworte diese Fragen für Dich.

Wichtig: Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Next-Level innerhalb Deiner Komfortzone liegt, dann ist es vermutlich nicht wirklich ein Next-Level. Denn für einen Leap – einen Wachstumsschub – brauchst Du ein Ziel-Level, das an der Grenze, idealerweise leicht außerhalb Deiner Komfortzone liegt.

Welchen Input brauchst Du?

Wenn Du weißt, was Dein Next-Level ist; was Dich und Deine Business wirklich voranbringen würde, was Du aber aktuell noch nicht tust, weil es für Dich nicht wirklich greifbar ist, überlege Dir eine Strategie wo Du den Input bekommst, der Dir helfen kann, das nächste Level zu erreichen.

Brauchst Du Wissen? Beispielsweise weil Du wissen willst, wie Du Dein Projekt vermarkten kannst. Dann könntest Du Blogs lesen, Bücher lesen, an Workshops teilnehmen oder einfach auch Menschen fragen, die das was Du machen willst schon mal gemacht haben.

Brauchst Du Unterstützung, beispielsweise durch externe Partner, die mit Dir kooperieren sollen? Dann wäre der nächste logische Schritt, dass Du Dir überlegst, wer Deine Partner sein sollen, wer welche Aufgaben übernehmen kann und wie Du die Partner am besten ansprichst.

Kurz: Mache Dir eine Strategie, einen Plan, wie Du Dein Ziel erreichen kannst.

Nach dem Input kommt Excecution

Bisher war alles Vorüberlegung. Du hast eine Strategie, die Du ausprobieren kannst. Das war noch der leichteste Teil.

Jetzt kommt das Schwerste, die Mutprobe, die innere Überwindung. Jetzt musst Du den inneren Widerstand meistern, der immer auftritt, wenn man seine Komfortzone verlässt. Dein innerer Widerstand findet tausend Ausreden, warum Du den nächsten Schritt, den Schritt zum nächsten Level ausgerechnet heute nicht gehen kannst.

Vielleicht bist Du gerade zu müde. Oder Du hast wichtige andere Dinge zu tun. Oder es ist einfach kein guter Zeitpunkt. Du hast noch nicht bis zu Ende geplant. Und und und. Der Widerstand ist tückisch und will Dich davon abhalten Deine sichere Komfortzone zu verlassen.

Aber mit ein paar Techniken kannst Du die Wahrscheinlichkeit, dass Dein innerer Widerstand dich übermannt minimieren (auch wenn er nie ganz weg sein wird):

  • Nimm Dir einen festen Zeitblock von mehreren Stunden, der ausschließlich für die Arbeit an Deinem nächsten Leap reserviert ist
  • Erzähle Deiner Mastermind Gruppe davon, was Dein nächster Leap ist. Sie halten Dich dafür verantwortlich, dass Du ihn machst.
  • Entferne für die Zeit in der Du an Deinem nächsten Leap arbeitest alle möglichen Ablenkungen (Facebook, Telefon und ToDo Listen) aus Deinem Sichtfeld.

Nach dem Input muss die Durchführung folgen. Du musst die Lücke zwischen Theorie (Strategie) und Praxis (Umsetzung) schließen. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als das jetzt zu tun.

Und ja, Risiken einzugehen gehört dazu. Sieh dich als Abenteurer. Geh den nächsten Schritt. Denke an die Personen, die Du bewunderst und was sie gewagt haben. Du kannst es auch. Starte heute. Starte jetzt.

 

Anmerkung: Ich habe diesen Artikel genauso für Dich, wie auch für mich selbst geschrieben. Ich bin auch auf der Suche nach dem nächsten Leap. Immer wieder. Und immer wieder habe ich diesen inneren Widerstand, der mich davon abhalten will mein ganzes Potenzial (oder das Potenzial der Projekte) zu entfalten. Und immer wieder muss ich an diesem Widerstand vorbei. Mit soviel Energie und Willen, dass ich einfach über ihn drüberrenne. Und immer wieder fühlt es sich gut an, wenn ich es geschafft habe. Der Artikel ist also teils Anleitung, teils Mutmacher – für Dich und für mich. Let’s take a LEAP.

 

P.s. Ben hat auf seinem Blog vor kurzem einen sehr hilfreichen Artikel geschrieben, der dir hilft deine Komfortzone zu verlassen.

 

 

 

Bild: sabrina's stash

2 KOMMENTARE

  1. Hallo zusammen,

    meine Leaps waren bisher:

    1) Schulzeit
    2) erste Freundin
    3) Karriere als Musiker
    4) Studium
    5) jede weitere Beziehung mit einem anderen Charaktertyp
    6) erster langer Auslandsaufenthalt
    7) die Erkenntnis nicht mehr in meinem aktuellen Job arbeiten zu wollen und die daraus resultierende persönliche Weiterbildung durch Bücher und Blogs

    Generell denke ich dass jede größere Veränderung im Leben ein Leap darstellt und daher nicht unbedingt mit einem Auslandsaufenthalt verbunden sein muss, wie du schon sagst. Alleine das Kennenlernen von neuen Menschen kann dich enorm weiterbringen. Man muss einfach offen für alles Neue sein und aktiv auf der Suche nach Herausforderungen bleiben, in jeglicher Hinsicht. Ich habe daraus mittlerweile eine Art Spiel im Alltag gemacht. Das fängt bei den kleinsten Dingen/Situationen an: Wenn mir etwas unangenehm ist bzw. ich merke, dass ich es eigentlich gerne tun will, dann tu ich es. No matter what! Und natürlich ist es danach nicht ansazweise so unangenehm wie man es sich vorgestellt hat. :-)
    Danke für diesen Beitrag.
    LG

  2. Leaps hatte ich viele im Leben:

    Auto, Freundin, eigene Kinder, Reisen, Zivildienst, Universität, verschiedene Bücher, usw.

    Und man möchte es nicht glaube, aber selbst in einem Online Rollenspiel (World of Warcraft) habe ich durch stetiges Spielen Erfahrungen gemacht die ich nicht missen möchte. Das eintauchen in eine digitale Welt und der Umgang mit verschiedensten Leuten im Spiel (in Gilden, beim Spielen, über Teamspeak) brachte eine Menge neuer Erfahrung. Auch die Leute mit denen man dort Kontakt aufbauen kann. Habe dort Menschen aller möglichen Berufsgruppen (Restaurantbesitzer, Koch, Anwalt, etc.) kennengelernt. Und beim Spielen unterhält man sich nicht nur über das Spiel. Man muss ein wenig offen für neues sein und auch mal sowas ausprobieren. Ich bin eigentlich damals nur durch Zufall ins Spiel gekommen. Hatte mir einen neuen Mac gekauft und wollte die Grafikleistung mal testen. Dafür hatte ich nach einer spielbaren und kostenlosen Demo gesucht. Nach langem suchen hatte ich dann die kostenlose Testversion von World of Warcraft gefunden und installiert. Mir sind beim spielen schon die dollsten Einfälle gekommen. Es ist sehr entspannend in dieser Online Welt auf Entdeckungstour zu gehen und nebenbei die Gedanken schleifen zu lassen.

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