Wie Du einen Workshop konzipierst und vorbereitest – Teil 1

Wie Du einen Workshop konzipierst und vorbereitest – Teil 1

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So konzipierst Du Deinen eigenen Workshop – das Konzept, Location und Technik

Auf Anregung unseres Lesers Patrick habe ich mich entschlossen einen Artikel zum Thema „Workshop“ zu schreiben. Erst vor kurzem haben wir vom IdeaCamp wieder einen Gründungsworkshop mit 60 Teilnehmern durchgeführt. Außerdem habe ich in den letzten 2 Monaten zwei Workshops im Rahmen von ChallengeYourself gegeben. In diesem Artikel werde ich Dir zeigen, was wichtig ist, wenn Du einen Workshop konzipieren und durchführen möchtest. Ich werde konkret auf die Punkte eingehen, die Patrick genannt hatte wie „Location“, „Technik“, „Pricing“ und „Experte auf seinem Gebiet sein“. Zudem werde ich weitere wichtige Punkte wie „Organisation“, „Konzept“ und „Website“ ansprechen.

Aufgrund der Länge habe ich den Beitrag in zwei Teile unterteilt: Heute geht es dabei um die Konzeptionierung, Dein Vorwissen, die Location und die Technik. Im zweiten Teil wird es dann um Pricing, Positionierung und Marketing gehen.

Vorüberlegungen und Konzept

Wenn Du gerade überlegst einen Workshop in einem bestimmten Bereich anzubieten, solltest Du Dir vorab ein paar Gedanken zu den folgenden drei Fragen machen.

1. Macht mir das Thema ausreichend Spaß, ist es eine Passion?

Einen Workshop zu konzipieren, zu organisieren, zu bewerben und durchzuführen ist ganz schön viel Arbeit. Überlege Dir also genau, ob Dich das Thema ausreichend begeistert, dass Du auch schwierigere Tage durchstehst und nicht die Motivation verlierst.

2. Fühle ich mich sicher genug auf dem Gebiet, um anderen Menschen etwas beizubringen?

Überlege Dir, ob Du Dich sicher genug fühlst, anderen Menschen etwas zu Deinem Thema zu vermitteln. Wenn Du zum Beispiel schon seit Jahren Yoga machst und nun endlich Dein Wissen weitergeben willst, wird das wahrscheinlich gegeben sein. Wenn Du Dich erst seit relativ kurzer Zeit mit einem Thema beschäftigst, muss das jedoch nicht heißen, dass Du Dich nicht sicher genug fühlst. Höre in Dich hinein und sei ehrlich zu Dir selbst.

3. Welche Probleme / Welches Problem löse ich konkret? Was ist meine Zielgruppe?

Mache Dir Gedanken darüber, welche Probleme Du konkret löst und ob Menschen dafür Geld bezahlen (wenn Du denn mit Deinen Workshops Geld verdienen möchtest).

Bei den IdeaCamps lässt sich das ganz klar sagen: Wir helfen Gründungsinteressierten eine Idee konkret werden zu lassen und möglichst schnell ein Business zu starten. Wir lösen also das Problem, dass viele Menschen nicht das Know-how und vor allem den Mut aufbringen, eine Geschäftsidee wirklich in die Tat umzusetzen.

Bei ChallengeYourself lösen wir unter anderem das Problem, Menschen in Alltagssituationen ansprechen zu können (z.B. Frauen anzusprechen auf der Straße), sozialen Druck asuzuhalten (z.B. sich daran zu gewöhnen im Mittelpunkt zu stehen und es zu genießen) und sich nicht von gesellschaftlichen Konventionen einschränken zu lassen (z.B. zu denken: „Was jetzt wohl die anderen von mir denken, wenn ich das mache…“).

Hast Du das Problem oder die Probleme ausfindig gemacht, die Du löst, solltest Du Dir um Deine Zielgruppe Gedanken machen: Wer hat typischerweise diese Probleme? Ist es eine große Gruppe wie z.B. „Studenten“ oder ist Dein Workshop konkret für eine spezielle Gruppe von Menschen wie „Anwälte“ oder „Manager mit Burnout“ geeignet. Mache Dir Gedanken, welche Zielgruppen Du ansprechen möchtest. Das ist wichtig für die Konzeption bzw. Positionierung Deines Workshops und auch für das Pricing. Denn Manager werden in der Regel mehr für einen Workshop zahlen können als Studenten.

„Experte auf seinem Gebiet sein“

Patrick hat mich gefragt, ob Du „Experte in Deinem Gebiet sein musst“. Ja und Nein. Klar solltest Dich komfortabel damit fühlen und genug Autorität haben, über das Thema zu sprechen und anderen Menschen etwas zu vermitteln. Ich finde jedoch nicht, dass Du zuerst eine Trainerausbildung nach der anderen machen musst. Natürlich macht es Sinn, dass Du Dich mit Themen wie „Gruppenführung“ usw. auseinanderzusetzt. Du kannst auch eine Ausbildung machen, wenn Du Dich dann sicherer fühlst. Generell würde ich dies jedoch von Deiner Erfahrung und Deinem Gefühl abhängig machen – fühlst Du Dich sicher genug um den Workshop zu geben? – Dann tu es! Merkst Du, dass Du noch dazulernen willst – dann kümmere Dich darum und geben den Workshop danach.

Ein guter Tipp ist übrigens im Freundeskreis anzufangen. Frage Freunde und Bekannte, ob sie Interesse an dem Thema haben. Konzipiere Deinen Workshop und führe einen Workshop mit Deinen Freunden durch. So bekommst Du Feedback und kannst Dein Konzept Stück für Stück weiterentwickeln und verbessern. Außerdem wirst Du Dich mit jedem Mal sicherer fühlen. Übung macht auch hier den Meister.

Die Location

Ich persönlich finde die Location super wichtig. Ich habe gerade letzte Woche noch mit meinem neuen Coaching-Partner Max von ChallengeYourself darüber gesprochen. Spare nicht an der Location. Denn die Location ist quasi das erste Aushängeschild Deines Workshops. Suche Dir einen Ort, an dem Du und die Teilnehmer sich wohl fühlen. Einen Ort, der groß genug für die Teilnehmeranzahl ist aber auch nicht zu groß. Frage in Deinem Bekanntenkreis herum und schaue Dir verschiedene Locations an. Wichtig ist, dass Du und Deine Teilnehmer sich an dem von Dir gewählten Ort wohlfühlen.

Technik

Bei der Frage nach der Technik kommt es sehr darauf an, was für eine Art von Workshop Du geben möchtest und wie viele Leute Du erwartest. Wenn Du einen Yoga-Workshop für fünf bis zehn Leute geben möchtest wirst Du deutlich weniger Equipment benötigen als wenn Du einen Workshop zum Thema „Gründung“ mit über 100 Teilnehmern veranstaltest.

Prinzipiell ist der erste Tipp den ich Dir geben kann bei dem Vermieter des Veranstaltungsortes nachzufragen. Vielleicht haben schon anderen vor Dir Veranstaltungen an diesem Ort durchgeführt und er kann Dir Tipps geben, wo Du Dein Technik-Equipment herbekommst.

Höre Dich in Deinem Bekanntenkreis um – wenn Du Lautsprecher, Beamer etc. brauchst kannst Du alle diese Dinge ganz einfach mieten. Firmen kommen sogar zu Dir und bauen Dir das komplette Equipment auf.

Das war´s erst mal zum ersten Teil – den zweiten Teil gibt es in zwei Tagen! Dann geht es vor allem um das wichtige Thema „Pricing“ und um die Organisation sowie das Marketing für Deinen Workshop.

Bild: boellstiftung

2 KOMMENTARE

  1. Hi erstmal „Danke“ an Ben, für die schnelle Umsetzung, und „gern geschehen“ an alle die daran teilhaben dürfen. 😉

    Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen, mal schauen, was ich davon in meinem aktuellen Projekt umstzen kann.

    LG Patrick

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